Editorial

Alternativen

Die französische Regierung hat ihre Behörden bereits vor längerer Zeit angewiesen, freie Software zu verwenden. Die deutsche Bundesregierung zieht jetzt nach und legt in einem im Internet heftig diskutierten Papier die schlagkräftigen Argumente für den Einsatz von Open Source Software dar. Besonders Linux und FreeBSD seien die besten Alternativen zu proprietären Betriebssystemen.

Es gibt aber noch mehr interessante freie Systeme. Auf der CD dieser freeX stellen wir Ihnen auf vielfachen Leserwunsch BeOS vor. Es läßt sich ungewohnterweise nur von Windows aus installieren, macht aber sonst einen guten sehr Eindruck. Anwendern, die erst von anderen Systemen auf Unix umsteigen, ist es durchaus zu empfehlen, denn die Installation und die Konfiguration sind auch für Einsteiger mühelos durchzuführen. Wir haben auch einen Teil der bereits verfügbaren Software dazugepackt. Allerdings sieht es da noch recht mager aus. Überhaupt erkennt man, daß die Philosophie von BeOS stark von der anderer echter freier Systeme abweicht, denn ein Großteil der verfügbaren Software ist kommerziell. Gerade wenn man die Software aus dem Netz lädt, muß man aufpassen, nicht an Crippleware zu geraten.

NetBSD, das zweite Betriebssystem auf der CD-ROM, legen wir den eher erfahrenen Lesern ans Herz. Die Installation setzt einiges an Kenntnissen voraus, aber wenn man ein absolut transparentes Unix auf seinem Server oder Desktop fahren will, ist NetBSD eine gute Wahl. Die CD zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus der Leistungsfähigkeit von NetBSD. Es ist auf insgesamt 27 Plattformen und 10 verschiedenen Prozessorfamilien in verschiedenen Entwicklungsstadien verfügbar und damit das am weitesten portierte Betriebssystem überhaupt.

Im Heft starten wir mit der neuen Rubrik »Aus der Trickkiste«, die zukünftig vermehrt auch durch Ihr Engagement bereichert werden soll. Lassen Sie die anderen Leser von Ihrem Know-how profitieren und senden Sie Ihre eigenen Lösungen zu Problemen mit Anwendungen und Betriebssystemen an die Redaktion. Als Dankeschön gibt es ein Honorar und ein Freiexemplar der freeX.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Sommer!

Rosa Riebl, Herausgeberin
freex@cul.de

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