Die Bibliothek »lz32.dll« enthält 12 Funktionen, die alle dokumentiert sind. Sie dienen dem Expandieren und Kopieren von Dateien. Da Windows NT 4 und Windows 95 gepackte Dateien in »cab«-Files halten, werden diese Funktionen kaum noch eingesetzt. Sie dienen vorwiegend der Kompatibilität zu Windows 3.1. Die Dateien müssen mit dem Hilfsprogramm »compress.exe« von Microsoft für die Expand-Funktionen vorbereitet sein. Der Kompressionsalgorithmus ist relativ schlecht.
Normalerweise sind mit »compress.exe« gepackte Dateien daran zu erkennen, daß der letzte Buchstabe der Dateiendung durch einen Unterstrich ersetzt ist (».ex_« statt ».exe« etc). Das 16-Bit-Äquivalent der Bibliothek trägt den Namen »lzexpand.dll«. Außer den obsoleten Funktionen sind alle anderen in Delphi in der Datei »lzexpand.pas« definiert, sowohl in der 16-Bit-Version des Compilers als auch in den 32-Bit-Versionen.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZExpand | - | - | 16 |
Eine Funktion GetExpandedName ist im Win32-API nicht mehr definiert. Je nachdem, ob der Zeichensatz auf Byte- oder Word-Größe eingestellt ist, wird entweder die Funktion GetExpandedNameA oder die Funktion GetExpandedNameW verwendet.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 09h | 01h | 95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| GetExpandedNameA | Borland: LPSTR lpszSource | |
| MS: LPTSTR lpszSource | INT | |
| Borland: LPSTR lpszBuffer | ||
| MS: LPTSTR lpszBuffer | ||
| Delphi: | ||
| GetExpandedNameA | Source: PAnsiChar | INTEGER |
| Buffer: PAnsiChar |
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 0Bh | 02h | 95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| GetExpandedNameW | LPWSTR lpszSource | INT |
| LPWSTR lpszBuffer | ||
| Delphi: | ||
| GetExpandedNameW | Source: PWideChar | INTEGER |
| Buffer: PWideChar |
Diese Funktion ermittelt den Originaldateinamen einer mit »compress.exe« komprimierten Datei. Allerdings
nur, wenn beim Packen der Parameter »/r« angegeben wurde. Ansonsten dupliziert die Funktion den in
lpszSource angegebenen Namen nach lpszBuffer.
Parameter
| lpszSource/Source: | Zeigt auf einen String mit dem Namen der komprimierten Datei. |
| lpszBuffer/Buffer: | Zeigt auf einen Puffer, der den Namen der komprimierten Datei aufnimmt. |
Rückgabewert
Falls die Funktion erfolgreich abgeschlossen wird, wird der Wert 1 zurückgeliefert. Wenn die Funktion fehlschlägt, wird die Konstante LZERROR_BADVALUE gemeldet, die dem Wert -7 entspricht. Zu beachten ist, daß weder SetLastError noch SetLastErrorEx() von dieser Funktion berührt sind.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 05h | 03h | 95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZClose | INT hFile | VOID |
| Delphi: | ||
| LZClose | hFile: INTEGER | PROCEDURE |
Die Funktion schließt eine Datei, die mit LZOpenFile geöffnet wird. Übergeben werden muß
der Handle der geöffneten Datei. Die Funktion/Prozedur liefert keinen Parameter zurück. Falls der Funktion
ein Datei-Handle übergeben wurde, der mit CreateFile oder OpenFile aus »kernel32.dll«
erzeugt wurde, tritt ein Fehler auf. Die beiden Handle-Typen sind nicht kompatibel!
Parameter
| hFile | Handle der geöffneten Datei |
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 00h | 04h | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZCopy | INT hfSource, | LONG |
| INT hfDest | ||
| Delphi: | ||
| LZCopy | Source: INTEGER | LongInt |
| Dest: INTEGER |
Diese Funktion kopiert eine Quelldatei in eine Zieldatei. Falls die Quelldatei mit Microsofts »compress.exe« komprimiert wurde, wird die Datei hierbei automatisch entpackt, ansonsten wird ein Duplikat der Quelldatei erzeugt. Die Handles, die der Funktion für die beiden Dateien angegeben werden, müssen mit LZInit oder LZOpenFile angelegt worden sein. Man sollte hierbei jedoch grundsätzlich LZInit verwenden, da CopyLZFile nur noch aus Kompatibilität zum Win16-API überhaupt in der DLL vorhanden ist.
Parameter
| hfSource/Source | Handle auf die Quelldatei. Die kann, muß aber nicht komprimiert sein. |
| hfDest/Dest | Handle für die Zieldatei. Falls die Funktion erfolgreich durchgeführt wurde, ist diese Datei immer unkomprimiert. |
Rückgabewert
Falls die Funktion erfolgreich ausgeführt wurde, liefert sie als Wert die Zahl der kopierten Bytes, also die Größe der Zieldatei zurück. Falls die Funktion fehlschlägt, liefert sie einen Fehlercode kleiner als Null zurück. SetLastError und SetLastErrorEx werden von dieser Funktion nicht berührt.
Hier die Liste der möglichen Fehlercodes:
| Konstante |
Wert |
Beschreibung |
| LZERROR_BADINHANDLE |
-1 |
Der Handle auf die Quelldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht gelesen werden. |
| LZERROR_BADOUTHANDLE |
-2 |
Der Handle auf die Zieldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht geschrieben werden. |
| LZERROR_GLOBALLOC |
-5 |
Die maximale Anzahl geöffneter komprimierter Dateien ist überschritten oder es kann kein lokaler Speicher allokiert werden. |
| LZERROR_GLOBLOCK |
-6 |
Der LZ-Datei-Handle kann nicht gesperrt werden. |
| LZERROR_READ |
-3 |
Das Format der Quelldatei ist nicht gültig. |
Das folgende Listing demonstriert das Initialisieren, Kopieren und Schließen einer Datei mit den LZ-Funktionen:
C:
int DoLZCopy(char *Source, char *Target)
{
int SourceHandle, TargetHandle; result;
OFSTRUCT *ReadStruct, *WriteStruct;
ReadStruct.cBytes = sizeof(OFSTRUCT);
WriteStruct.cBytes = sizeof(OFSTRUCT);
ReadStruct.fFixedDisk = 1; // Festplatte
WriteStruct.fFixedDisk = 1; // Festplatte
strcpy(ReadStruct.szPathName, Source);
strcpy(WriteStruct.szPathName, Target);
SourceHandle = LZOpenFile(Source, ReadStruct, OF_READ);
if (SourceHandle < 0)
return SourceHandle;
TargetHandle = LZOpenFile(Source, WriteStruct, OF_CREATE);
if (TargetHandle < 0) {
LZClose(SourceHandle);
return (TargetHandle);
}
result = LZCopy(SourceHandle, TargetHandle);
LZClose(SourceHandle);
LZClose(TargetHandle);
return result;
}
Delphi:
FUNCTION DoLZCopy(Source, Target: PChar): INTEGER;
VAR
SourceHandle, TargetHandle: INTEGER;
ReadStruct, WriteStruct : TOfStruct;
BEGIN
ReadStruct.cBytes := SizeOf(TOFStruct);
WriteStruct.cBytes := SizeOf(TOFStruct);
ReadStruct.fFixedDisk := 1; { Festplatte }
WriteStruct.fFixedDisk := 1; { Festplatte }
StrCopy(ReadStruct.szPathName, Source);
StrCopy(WriteStruct.szPathName, Target);
SourceHandle := LZOpenFile(Source, ReadStruct, OF_READ);
IF SourceHandle < 0 THEN BEGIN
Result := SourceHandle; Exit;
END;
TargetHandle := LZOpenFile(Target, WriteStruct, OF_CREATE);
IF TargetHandle < 0 THEN BEGIN
LZClose(SourceHandle);
Result := TargetHandle;
Exit;
END;
Result := LZCopy(SourceHandle, TargetHandle);
LZClose(SourceHandle);
LZClose(TargetHandle);
END;
Querverweis
CopyLZFile, LZInit, LZOpenFile
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 02h | 06h | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
| C: | ||
| LZInit | INT hfSource | INT |
| Delphi: | ||
| LZInit | Source: INTEGER | INTEGER |
Die Funktion LZInit allokiert Speicher für die internen Datenstrukturen, die notwendig sind, um eine
Datei zu entpacken. Anschließend werden die Datenstrukturen erzeugt und initialisiert.
Parameter
| hfSource/Source | Handle der Quelldatei. |
Rückgabewert
Falls die Funktion erfolgreich durchgeführt wurde, liefert sie den LZ-Datei-Handle. Falls die Funktion fehlschlägt, liefert sie eine der folgenden Fehlernummern. Beachten Sie bitte, daß die Funktionen SetLastError und SetLastErrorEx nicht berührt werden. LZInit wird von den Funktion LZOpenFileA und LZOpenFileW automatisch aufgerufen, wenn diesen der Dateiname einer gepackten Datei übergeben wird. Im Normalfall muß LZInit deshalb nicht aufgerufen werden.
| Konstante |
Wert |
Beschreibung |
| LZERROR_BADINHANDLE |
-1 |
Das Handle auf die Quelldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht gelesen werden. |
| LZERROR_GLOBALLOC |
-5 |
Die maximale Anzahl geöffneter komprimierter Dateien ist überschritten oder es kann kein lokaler Speicher allokiert werden. |
| LZERROR_GLOBLOCK |
-6 |
Der LZ-Datei-Handle kann nicht gesperrt werden. |
| LZERROR_UNKNOWNALG |
-8 |
Der Kompressionsalgorithmus wurde nicht erkannt. Die Datei wurde mit einem unbekannten Packalgorithmus komprimiert. |
Bemerkungen
Gleichzeitig dürfen maximal 16 komprimierte Dateien geöffnet werden. Parallel können maximal auch 16 unkomprimierte Dateien geöffnet sein. Eine Applikation sollte also grundsätzlich den Handle einer Datei, die mit LZInit geöffnet wurde, auch wieder schließen, da sonst die Grenze von 16 geöffneten Dateien sehr schnell erreicht sein kann.
Der Handle dieser Funktion ist nur mit den Funktionen der »lz32.dll« kompatibel und kann nicht für andere Dateioperationen verwendet werden.
Eine Funktion LZOpenFile ist im Win32-API nicht mehr definiert. Je nachdem, ob der Zeichensatz auf Byte-
oder Word-Größe eingestellt ist, wird entweder die Funktion LZOpenFileA
oder die Funktion LZOpenFileW verwendet.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZExpand | - | - | 16 |
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 01h | 07h | 95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZOpenFileA | Borland: LPSTR lpFileName | |
| MS: LPTSTR lpFileName | INT | |
| LPOFSTRUCT lpReOpenBuf | ||
| WORD wStyle | ||
| Delphi: | ||
| LZOpenFileA | FileName: pANSIChar | Integer |
| VAR ReOpenBuf : TOFStruct; | ||
| Style: WORD |
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 0Ah | 08h | 95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZOpenFileW | LPWSTR lpFileName | INT |
| LPOFSTRUCT lpReOpenBuf | ||
| WORD wStyle | ||
| Delphi: | ||
| LZOpenFileW | FileName: PWideChar; | Integer |
| VAR ReOpenBuf: TOFStruct; | ||
| Style: WORD |
Diese beiden Funktionen erzeugen, öffnen oder löschen eine Datei oder öffnen eine bereits vorher
geöffnete Datei erneut.
Parameter
| lpFileName | Zeigt auf eine Zeichenkette mit dem Namen der Datei. |
| lpReOpenBuf |
Zeigt auf eine Struktur vom Typ OFSTRUCT, der Informationen zur Datei enthalten muß, wenn die Datei zum ersten Mal geöffnet wird. Die Struktur kann anschließend bei verschiedenen Aufrufen zu der mit LZOpenFile geöffneten Datei immer wieder verwendet werden. Der Member szPathName enthält die Zeichen des Namens. |
| wStyle | Gibt die Art der Aktion an, die auf die Datei ausgeübt werden soll. Dieser Parameter kann eine Kombination der Werte aus der folgenden Tabelle sein: |
Flags für wStyle von LZOpenFileA/W
Rückgabewert
Diese Codes sind alle kleiner als 9.
Beachten Sie, daß die LZOpenFile-Funktionen weder SetLastError noch SetLastErrorEx aufrufen und deshalb auch die Fehlercodes des Threads nicht betroffen sind.
Hier die Liste der Fehlercodes, die von LZOpenFile zurückgegeben
werden können:
| Konstante |
Wert |
Bedeutung |
| LZERROR_BADINHANDLE |
-1 |
Das Handle auf die Quelldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht gelesen werden. |
| LZERROR_GLOBALLOC |
-5 |
Die maximale Anzahl geöffneter komprimierter Dateien ist überschritten oder es kann kein lokaler Speicher allokiert werden. |
Bemerkungen
Falls als Parameter für wStyle das Flag OF_READ (oder OF_READ und eines der OF_SHARE_-Flags) vorhanden und die Datei gepackt ist, ruft LZOpenFile die Routine LZInit auf, die die benötigte Initialisierung für das Entpacken durchführt.
Der Handle, den diese Funktion zurückliefert, ist nur mit den Funktionen der »lz32.dll« kompatibel. Er darf nicht für andere Dateioperationen verwendet werden.
Das folgende Listing demonstriert das Initialisieren, Kopieren und Schließen einer Datei mit den LZ-Funktionen:
C:
int DoLZCopy(char *Source, char *Target)
{
int SourceHandle, TargetHandle; result;
OFSTRUCT *ReadStruct, *WriteStruct;
ReadStruct.cBytes = sizeof(OFSTRUCT);
WriteStruct.cBytes = sizeof(OFSTRUCT);
ReadStruct.fFixedDisk = 1; // Festplatte!
WriteStruct.fFixedDisk = 1; // Festplatte!
strcpy(ReadStruct.szPathName, Source);
strcpy(WriteStruct.szPathName, Target);
SourceHandle = LZOpenFileA(Source, ReadStruct, OF_READ);
if (SourceHandle < 0)
return SourceHandle;
TargetHandle = LZOpenFileA(Source, WriteStruct, OF_CREATE);
if (TargetHandle < 0)
{
LZClose(SourceHandle);
return (TargetHandle);
}
result = LZCopy(SourceHandle, TargetHandle);
LZClose(SourceHandle);
LZClose(TargetHandle);
return result;
}
Delphi:
FUNCTION DoLZCopy(Source, Target: PChar): INTEGER;
VAR
SourceHandle, TargetHandle: INTEGER;
ReadStruct, WriteStruct : TOfStruct;
BEGIN
ReadStruct.cBytes := SizeOf(TOFStruct);
WriteStruct.cBytes := SizeOf(TOFStruct);
ReadStruct.fFixedDisk := 1; { Festplatte! }
WriteStruct.fFixedDisk := 1; { Festplatte! }
StrCopy(ReadStruct.szPathName, Source);
StrCopy(WriteStruct.szPathName, Target);
SourceHandle := LZOpenFileA(Source, ReadStruct, OF_READ);
IF SourceHandle < 0 THEN BEGIN
Result := SourceHandle; Exit;
END;
TargetHandle := LZOpenFileA(Target, WriteStruct, OF_CREATE);
IF TargetHandle < 0 THEN BEGIN
LZClose(SourceHandle);
Result := TargetHandle;
Exit;
END;
Result := LZCopy(SourceHandle, TargetHandle);
LZClose(SourceHandle);
LZClose(TargetHandle);
END;
Es handelt sich bei diesem Listing um eine komplette Funktion, die aber nur von Festplatte zu Festplatte funktioniert, da OFSTRUCT.fFixedDisk der Wert 1 fest übergeben wird.
Die Struktur OFSTRUCT enthält Informationen über eine Datei, die mit der LZOpenFileA/LZOpenFileW-Funktion geöffnet wird oder geöffnet werden soll. Sie ist
folgendermaßen definiert:
| C: | Delphi: | Bemerkung |
| #define OFS_MAXPATHNAME 128 | OFS_MAXPATHNAME = 128 | Konstante, definiert in »winbase.h«/»windows.pas« |
| POFStruct = ^TOFStruct | ||
| typedef struct _OFSTRUCT { | TOFStruct = Record | |
| BYTE cBytes; | cBytes: Byte; | Angabe der Länge der Struktur in Byte |
| BYTE fFixedDisk; | fFixedDisk: Byte; | Angabe, ob die Datei sich auf einer Festplatte befindet. Der Wert ist ungleich 0, wenn sich die Datei auf einer Festplatte befindet und 0, wenn es sich um einen austauschbaren Datenträger handelt. |
| WORD nErrCode; | nErrCode: Word; | Angabe des MS-DOS-Fehlercodes, wenn die LZOpen-Funktion fehlschlägt. |
| WORD Reserved1; | Reserved1: Word; | Reserviert, nicht verwenden. |
| WORD Reserved2; | Reserved2: Word; | Reserviert, nicht verwenden. |
| CHAR szPathName[OFS_MAXPATHNAME]; | szPathName: Array [0..OFS_MAXPATHNAME-1] of Char; | Pfad und Name der Datei. |
| } OFSTRUCT; | End; |
Querverweis
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 04h | 09h | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZRead | INT hFile | INT |
| LPSTR lpBuffer | ||
| INT cbRead | ||
| Delphi: | ||
| LZRead | hFile: Integer | Integer |
| Buffer: LPSTR | ||
| Count: Integer |
Diese Funktion liest die angegebene Anzahl von Bytes aus einer Quelldatei und kopiert sie in einen Puffer.
Parameter
| hFile | Handle auf die Quelldatei. |
| lpBuffer | Zeiger auf den Puffer, der die Bytes aus der Datei aufnehmen soll. |
| cbRead | Angabe der Zahl der zu lesenden Bytes. |
Rückgabewert
Hier die Liste der möglichen Fehlercodes, die LZRead beim Auftreten eines Fehlers zurückliefern
kann:
| Konstante |
Wert |
Bedeutung |
| LZERROR_BADINHANDLE |
-1 |
Das Handle auf die Quelldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht gelesen werden. |
| LZERROR_BADOUTHANDLE |
-2 |
Das Handle auf die Zieldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht geschrieben werden. |
| LZERROR_BADVALUE |
-7 |
Einer der Eingabeparameter ist nicht gültig. |
| LZERROR_GLOBALLOC |
-5 |
Die maximale Anzahl geöffneter komprimierter Dateien ist überschritten oder es kann kein lokaler Speicher allokiert werden. |
| LZERROR_GLOBLOCK |
-6 |
Der LZ-Datei-Handle kann nicht gesperrt werden. |
| LZERROR_READ |
-3 |
Das Format der Quelldatei ist nicht gültig. |
| LZERROR_WRITE |
-4 |
Zu wenig Platz auf dem Datenträger für die Zieldatei. |
Anmerkungen
Der Handle auf die Datei muß entweder durch die Funktion LZInit oder LZOpenFile erzeugt worden sein. Falls die Datei komprimiert ist, emuliert LZRead die Funktion _lread auf eine expandierte Kopie der Datei und kopiert anschließend die Datenbytes in den angegebenen Puffer.
Applikationen müssen bei komprimierten Dateien grundsätzlich die Funktionen LZOpenFile, LZSeek und LZRead anstelle der Funktionen OpenFile, _llseek und _lread aufrufen.
Querverweis:
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 03h | 0Ah | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZSeek | INT hFile | LONG |
| LONG lOffset | ||
| INT iOrigin | ||
| Delphi: | ||
| LZSeek | hFile: Integer | LongInt |
| Offset: Longint | ||
| Origin: Integer |
Die Funktion LZSeek bewegt den Dateizeiger um eine bestimmte Anzahl Bytes von einer anzugebenden Startposition
aus.
Parameter
| hFile | Das Handle auf die Quelldatei. |
| lOffset/Offset | Dateioffset in Byte, auf das der Zeiger bewegt werden soll. |
| iOrigin/Origin | Angabe der Startadresse für die Zeigerbewegung. Der Parameter muß einer der Werte aus der folgenden Tabelle sein. |
| Wert | Bedeutung |
| 0 | Bewegt den Dateizeiger um lOffset Byte ab Dateibeginn. |
| 1 | Bewegt den Dateizeiger um lOffset Byte ab der aktuellen Position des Dateizeigers. |
| 2 | Bewegt den Dateizeiger um lOffset Byte ab dem Dateiende. |
Rückgabewert
Falls die Funktion erfolgreich durchgeführt wurde, ist der Rückgabewert der Offset vom Dateibeginn zur neuen Position in der Datei.
Falls die Funktion fehlschlägt, liefert sie einen Fehlercode kleiner als 0 zurück. Die möglichen
zurückgelieferten Konstantenwerte sind:
| Konstante |
Wert |
Bedeutung |
| LZERROR_BADINHANDLE |
-1 |
Das Handle auf die Quelldatei ist nicht gültig. Die Datei kann nicht gelesen werden. |
| LZERROR_BADVALUE |
-7 |
Einer der Parameter ist außerhalb des gültigen Bereichs. |
| LZERROR_GLOBLOCK |
-6 |
Der LZ-Datei-Handle kann nicht gesperrt werden. |
Bemerkungen
LZSeek ruft weder SetLastError noch SetLastErrorEx auf und betrifft deshalb auch nicht die Fehlercodes des Threads.
Der Handle auf die Datei, der im Parameter hFile angegeben wird, muß entweder durch die Funktion LZInit oder LZOpenFile erzeugt worden sein.
Falls die Datei komprimiert ist, emuliert LZRead die Funktion _llseek auf eine expandierte Kopie der Datei.
Querverweis
Zum Win16-API gehört die Datei »lzexpand.dll«, die als Vorläufer der »lz32.dll« die folgenden drei Funktionen ebenfalls implementierte. Aus Kompatibilitätsgründen sind diese Funktion in der »lz32.dll« zwar ebenfalls definiert, sie sollten jedoch nicht mehr eingesetzt werden. Es besteht auch keine Garantie, daß diese Funktion in späteren Windows-Versionen noch enthalten sein werden. In der Version Beta 2 von Windows 98 sind sie allerdings noch vorhanden.
Da das Win16-API auch die nun zu verwendenden Funktionen enthält, sollten auch bei Programmen, die für das Win16- und das Win32-API parallel entwickelt werden, die neuen Routinen eingesetzt werden.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 06h | 0Bh | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZStart | - | INT |
| Delphi: | ||
| LZStart | - | Integer |
Die Funktion LZStart ist eigentlich obsolet. Sie ist nur noch aus Kompatibilitätsgründen zum Win16-API
in der DLL enthalten. Win32-basierte Programme sollten die Funktion LZCopy verwenden.
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 07h | 00h | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| CopyLZFile | INT hfSource | LONG |
| INT hfDest | ||
| Delphi: | ||
| CopyLZFile | Source: Integer | LongInt |
| Dest: Integer |
Die Funktion CopyLZFile ist eigentlich obsolet. Sie ist nur noch aus Kompatibilitätsgründen zum
Win16-API in der DLL enthalten. Win32-basierte Programme sollten die Funktion LZCopy
verwenden
| DLL | Index 95 | Index NT | API-Version |
|---|---|---|---|
| LZ32 | 08h | 05h | 16/95/NT |
| Funktion | Parameter | Rückgabewert |
|---|---|---|
| C: | ||
| LZDone | - | - |
| Delphi: | ||
| LZDone | - | PROCEDURE |
Die Funktion LZDone ist obsolet. Sie ist nur noch aus Kompatibilitätsgründen zum Win16-API in der DLL enthalten. Win32-basierte Programme sollten die Funktion LZOpenFile verwenden.
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